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  • Ro_myna

Seitensprungzimmer Ittigen

Aktualisiert: 21. Feb 2019

Wer erinnert sich an diese Zeiten? Wer erinnert sich noch an die engstirnigen Eigentümer dort? Wer erinnert sich noch an das indiskreteste Zimmer in Bern, genauer in Ittigen?


Genau in diesem Eingang, 1. Etage links befand sich eines der ersten Seitensprungzimmer in der Karriere von Seitensprungzimmer-Bern. Ein wirklich wunderschönes kleines Einzimmerstudio am Kirschenackerweg in Ittigen im Eigentumsstandard. Alles dabei, zweckmässig und modern eingerichtet, eigener Waschturm. Super so dachten wir. Kein waschen in der Waschküche, kein Kontakt mit Mitbewohnern. Direkt beim Hauseingang der Lift, das Risiko gesehen zu werden ist klein. Auf der Etage dann 3 Meter nach links ins Zimmer.


Nach etwa 4 Monaten erwies sich unser positives Denken als Farce. Wir wurden entdeckt. Sicher durch Gäste die wieder einmal dachten "oh geil ich bin auswärts, kann die Sau raus lassen", andererseits durch Hyperaktive am Türspion klebende Nachbarn. Viele Kinder gab's dort. Leider. Nein, nichts gegen diese Nachwuchsmenschen, aber deren Mütter die sich stundenlang vor den Eingängen aufhalten und quatschen. Gast kann nicht rein, wir können nicht raus und den Schlüssel deponieren. Ja, diese Schlüssel. Die deponierten wir noch in den Milchkästen. Ih wie war das eine schöne Zeit. Nich keine Neider, keine Nachahmer, keiner der uns quer wollte und Schlüssel klaute... Ausser diesen exzentrischen Nachbarn die immer alles wissen wollen mussten.


Verschiedentlich wurden wir beim betreten und verlassen der Liegenschaft nicht nur doof angeglotzt, es wurde uns auch nachgepfiffen. Ein Herr mitte 30 glaubte das richtige zu tun in dem er uns ansprach und uns auf den Verdacht was in diesem Zimmer abgehen würde hinwies. Natürlich wussten wir von nichts. Er murmelte noch etwas vor sich hin und verschwand in seiner überteuerten Eigentumswohnung die er auf dem letzten Zacken seines Einkommens finanzierte. Lächerlich.


Einmal an einem Samstagvormittag hörte ich "schau dort- der Zuhälter von oben...". Glücklicherweise kriegt man mit der Zeit eine Dicke Haut und breite Schultern in diesem Job.


Nun folgte ein Anruf der Verwaltung, eine aus der Region Elfenau, freundlich aber bestimmt. Ob ich den dort nicht etwa eine Art "Seitensprungzimmer" vermieten würde, man vernehme eindeutige Geräusche und Laute. Näher konnte sich das nette Fräulein wohl nicht äussern ohne rot zu werden. Natürlich nicht entgegnete ich. Heute bin ich kaltschnäutziger. Beweis mir das doch mal, dachte ich.


Ok auf Grund des militanten Verhalten der Anwohner und dem Gerede im Quartier und auf Grund meiner vielen Gäste die ich damals noch hatte- heute ist das ja etwas anders, kündigte ich im gegenseitigen Einvernehmen.




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